veröffentlicht: Oktober 25th, 2009

Better Than Chocolate

Better Than Chocolate Dieser Film ist bestimmt nichts für einen Fernsehabend mit tiefsinniger Unterhaltung. Eher im Gegenteil, es ist eine nette Liebesgeschichte zwischen Maggie und Kim. Aber von vorn. Maggie hat gerade die Uni geschmissen und dies erfährt ihre Mutter durch einen Brief von der Uni. Als sie Maggie zur Rede stellen will, teilt sie ihrer Tochter auch gleich mit, dass sie sich von ihrem Lebensgefährten getrennt hat und nun zusammen mit Maggies Bruder Paul zu Maggie ziehen will. Diese Ankündigung ist nicht ganz unproblematisch, da Maggie nicht nur ihr Studium geschmissen hat, sondern eben auch lesbisch ist, was wiederum ihre Mutter nicht weiß. So umgibt sie sich in den lesbischen Kreisen Vancouvers mit diversen Paradiesvögeln, tritt in einer Gay Bar auf und arbeitet in einem lesbischen Buchladen. Und just in diesem Moment trifft sie auch noch Kim. Da Kim keine Bleibe hat, zieht sie gleich auch noch bei Maggie ein. Ab diesem Moment sind die komischen Momente des Films schon vorprogrammiert und man kann sich einfach zurücklehnen und genießen. Ihre Mutter hat Scheuklappen auf und kapiert eigentlich gar nicht, ihr Bruder erwischt Maggie und Kim beim Sex, was ihn selbst aber eher amüsiert und so trudelt die Story weiter und weiter. Der Film bietet aber zumindest ansatzweise auch ein paar ernste Ansätze. So wird auch die Geschichte Judys, eines Transsexuellen, erzählt, der sich in Frances, der Besitzerin des Lesbenbuchladens, verliebt hat. Judys Eltern wollen ihm/ihr nach langer Zeit der Funkstille eine Wohnung kaufen, doch Judy muss schließlich feststellen, dass sie dies nur tun, um den Kontakt endgültig abbrechen zu können. Auch Frances, eine der wirklich gelungenen Figuren des Films, hat so ihre Probleme. Der Zoll beschlagnahmt immer wieder Bücher und Filme, die sie in ihrem Laden verkaufen will, wegen obszönen Inhalten. So kommt es auch zu wirklichen komischen Szenen beim Zoll (mehr sei hier nicht verraten). Auch das Ende der Geschichte wird mit einem eher politischen Thema verwoben, so dass man insgesamt sagen kann, wenn man den Film wirklich aufmerksam schaut, ist er gar nicht so kurzweilig wie er anfangs scheint. Die eigentliche Liebesgeschichte zieht sich zwar schön wie ein roter faden durch den Film, aber die Nebenschauplätze sind viel viel interessanter. Für mich, auch wegen dem netten Happy End ein wirklich gelungener Lesbenfilm. (weiter…)


veröffentlicht: Oktober 24th, 2009

Eine Hochzeit zu Dritt

Eine Hochzeit zu Dritt Die  DVD bekam ich zum Geburtstag geschenkt, ich wurde wieder ein Jahr älter, und da lag eine kleine Überraschung im Briefkasten. Zumindest der Abend schien gerettet. Was gibt es schöneres, an einem Geburtstag mit seiner Liebsten einen netten Lesbenfilm anzuschauen. Wir machten uns ein Fläschchen Wein auf, die DVD wurde eingelegt und es konnte losgehen. Als erstes sieht man ein Hochzeitspaar ( ein Mann und eine Frau) auf dem Weg zu ihrer Hochzeit. Meine Frau stöhnte, och ne Heten. Es ist ja auch nicht gerade die Vorstellung, die man von einem romantischem Lesbenfilm erwartet, aber frau sollte hier etwas Geduld haben. Noch während der Hochzeit kommen wir der Romanze sehr nahe. Ein Blick zwischen Rachel und der Floristin Luce, die für die Hochzeit die Blumen arrangiert hat. Nun braucht Rachel im Grunde den ganzen Film dazu, zu erkennen, das dies Liebe ist, während Luce es  sofort weiß. Der Rest des Films ist schnell erzählt. Wie bringe ich es dem Ehemann bei, wie dem besten Freund, der sich in eine Lesbe verknallt hat, wie der Mutter usw. Zum Schluß kommt es noch zu einer “Verfolgungsjagd” im dichten Verkehr von London und schon haben wir ein Happy End. Sicherlich keine tiefgreifende Geschichte, aber ganz ehrlich wer braucht das schon an seinem Geburtstagsabend. dafür hat der Film auch ein paar kleine wirklich magische Momente. So als sich die Hände beider Frauen bei einer kleinen Aufführung im abgedunkelten Raum verdammt nahe kommen. Das sind die Szenen, die man bei der DVD immer wieder zurückspult, um sie noch einmal zu sehen. Auch jene, die ein wenig mehr wollen, kommen bei einer “wilden” Knutschszene im Hinterzimmer des Blumenladens auf ihre Kosten. Kurz um, ein Film zum Genießen, nicht mehr und nicht weniger. Aber das es nicht wirklich viele solcher Filme gibt, die auch ein richtiges Happy End haben, so wie bei den ach so vielen Heten-Liebesfilmen, ist dies schon auch ein kleines Schmuckstück unter den Lebenfilmen. Ich danke nochmals den netten Spenderinnen für einen wunderschönen Abend mit meiner Frau.

VideoMarkt sagt: Zuerst klingeln die Hochzeitsglocken. Alles läuft nach Plan für die bildhübsche Rachel und ihren Traummann Heck. Zwar steht sie etwas unsicher mit dem Herzbuben vorm Altar – aber das wird schon. Meint sie. Denn da fällt ihr Blick auf eine unbekannte, höchst attraktive junge Frau: Luce, von Beruf Floristin, geht ihr fortan nicht mehr aus dem Sinn. Nun schrillen bei Rachel die Alarmglocken, sie muss sich über ihre wahren Gefühle klar werden. Bei einem gemeinsamen Dinner gesteht Luce dann zu allem Überfluss, dass sie auf Frauen steht. (weiter …)

veröffentlicht: Oktober 9th, 2009

Loving Annabelle (OmU)

Loving Annabelle (OmU)Zunächst möchte ich erwähnen, dass es diesen Film nur im Original mit Untertitel gibt. Dies ist aber wirklich nicht schlimm, da die Dialoge eher kurz gehalten sind und man dem Filmgeschehen wirklich gut folgen kann. Im Gegenteil, dies ist einer der Filme, bei dem man durchaus mal versuchen kann, seine Englischkenntnisse zu testen. Nun aber zum Film selbst. Auch hier ein Satz vorweg, es gibt kein wirkliches HappyEnd, eigentlich ist das Ende eher offen, aber auch das empfinde ich eher positiv. Nach den ersten Minuten wird man sofort an den Klassiker Mädchen in Uniform erinnert. Die Schülerin Annabelle ist schon zweimal der Schule geflogen und wird nun von ihrer Mutter, eine einflussreiche Politikerin, in das streng geführte Internat (kirchlich) abgeschoben. Die weitere Story ist eigentlich eher flach gehalten, aber das macht auch nichts, da es es Grunde nur um die Beziehung von Annabelle zu ihrer Lehrerin Simone geht. Zwischen beiden knistert es von Anfang an und letztlich lassen sie dann ihren Gefühlen freien Lauf und werden natürlich erwischt. Das war es eigentlich auch schon. der Film ist trotzdem nett anzusehen, da das Knistern und sich langsam aneinander annähern sehr nett in Szene gesetzt wurde. Auch spielt der Sex hier nicht die Hauptrolle, auch wenn er zum Schluß nicht zu kurz kommt. Kleine Nebengeschichten, die diverse Probleme ansprechen werden auch noch eingebracht, so dass man zumindest ab und zu auch ein wenig sein Gehirn einschalten muss. So geht es recht oft um Religion, Annabelle will ihre buddhistische Gebetskette nicht ablegen, während Simone eine Kette mit Kreuz trägt, die ihrer verstorbenen ersten Liebe gehörte. Diese kleinen Nebengeschichten werden nur angedeutet, aber immer hin ;-) . Das Ende werde ich natürlich nicht verraten. Fazit für mich, er kann dem Original Mädchen in Uniform, nicht das Wasser reichen, aber wie so oft bei Lebsbenfilmen, er ist nicht tiefsinnig aber unterhaltsam. (weiter…)

veröffentlicht: Oktober 6th, 2009

The L Word – Die komplette erste Staffel

The L Word - Die komplette erste Season (4 DVDs)Rezension: Die Serie, die ganz locker jetzt schon einen Kult-Status erreicht hat. “The L Word” dreht sich um Leben und Lieben einer Clique von lesbischen, bisexuellen, heterosexuellen und transsexuellen Freundinnen im Nobelviertel West Hollywood in Los Angeles und behandelt Themen wie lesbische Elternschaft, künstliche Befruchtung, Coming Out, Bi- und Transsexualität, aber auch Drogenmissbrauch, Abtreibung, Rassismus, Extremismus und Brustkrebs. “The L Word” ist eine vom US-amerikanischen Pay-TV-Sender Showtime ausgestrahlte Fernsehserie. Laut Showtime geht die Serie Anfang 2009 in eine sechste Staffel. Die sechste und somit letzte Season soll nur noch acht statt wie bislang 12 bis 13 Folgen umfassen.

Die Clique besteht aus einem mehr oder weniger festen Kern. Da wäre Bette Porter (Jennifer Beals), die Museumsdirektorin mit viel Geld und wenig Mut ihren Gefühlen freien lauf zu lassen. Kit Porter (Pam Grier) eine tolle Sängerin und durch einen glücklichen Zufall Besitzerin des “The Planet”. Alice Pieszecki (Leisha Hailey) Journalistin für das L.A. Magazine und Radiomoderatorin für den Sender KCRW und die einzige bisexuelle in der Gruppe. Shane McCutcheon (Katherine Moennig) die Friseurin, die scheinbar schon alle Frauen in Los Angeles für sich gewinnen konnte. Jenny Schecter (Mia Kirshner) eine echt durchgeknallte und in ihrer Kindheit missbrauchte Schriftstellerin. Sie war auch schon Kellnerin in einem Fast Food Restaurant oder Kassiererin. Jenny war verheiratet, jetzt scheint es so als wäre sie lesbisch, aber ganz genau weiß sie das selbst nicht.

Ab jetzt wird es komplizierter, denn die Serie basiert auf einer Vermutung von Alice. Sie behauptet, dass die Welt einfach viel zu klein ist, dass jede Lesbe schon mal mit der Anderen zusammen war oder zusammen kommen wird. Deshalb hat sie an Ihrer Wohnungswand ein Beziehungsgeflecht gezaubert, um diese Behauptung zu beweisen. Unter anderem wird dort folgendes Geflecht festgehalten:

Bette war jahrelang mit Tina Kennard (Laurel Holloman) zusammen. Tina hatte aber zwischenzeitlich was mit Helena Peabody (Rachel Shelley) einer stinkreichen Tochter und Inhaberin der Peabody Foundation. Jetzt ist Tina gar nicht mehr so lesbisch und probiert mal wieder die Jungs. Na denn… Alice liebt die Tennisspielerin Dana Fairbanks (Erin Daniels), doch Dana ist mit Lara Perkins (Lauren Lee Smith) einer Sous-Chefin zusammen. Jenny war mit Timothy Haspel (Eric Mabius) einem Schwimmtrainer verheiratet, doch dann kam Marina Ferrer (Karina Lombard) ehemalige Besitzerin des “Planet” und hat sie der lesbischen Liebe näher gebracht. Seither ist Jenny mit diversen Damen und Herren zusammen, auch mit Moira, die nun Max Sweeney (Daniela Sea) ist. Max ist IT Programmierer(in) und eine Frau zu Mann Transgender. Jetzt zu Shane McCutcheon, die lesbische Friseurin mit unzähligen One-Night-Stands. Shane ist das Phänomen der Serie, denn sie bestätigt Alice’s Theorie in jedem Fall. Ihre nach eigenen Angaben einzige Beziehung ist Carmen. Carmen de la Pica Morales (Sarah Shahi) ist DJane und TV – Assistentin in Fernsehstudios. Sie glaubt Shane gezähmt zu haben. Bette hat eine Schwester, Kit. Kit ist die einzige Hete in der Serie. Sie hatte allerdings was mit Ivan Aycock, Transgender. Das hat sie verwirrt, aber nun liebt sie Angus Partridge (Dallas Roberts) ein Musiker und die Manny von Bette und Tinas Baby Angelica Kennard (Olivia Windbiel).

Bevor kein Mensch mehr durchblickt, nur noch so viel, langweilig wird die Serie nicht und Klischees werden auch nicht bedient. Das Unglaubliche ist das ausgiebige Sexualleben der Serienheldinnen. Alle Frauen sind extrem sexy, jede auf ihre Weise und Gesprächsbedarf gibt es immer. Auch die angesprochenen Themen sind teilweise (bis auf die Homosexualität *LOL*) überaus interessant. Die Serie ist gute Unterhaltung, kein Abziehbild der Realität, aber das ist “Sex in the City” (womit “The L-Word” oft verglichen wird) auch nicht. (Rezension von www.villa-regenbogen2000.de) (weiter …)

Produktinformationen:

  • Darsteller: Jennifer Beals, Erin Daniels, Leisha Hailey
  • Regisseur(e): Rose Troche
  • Format: AC-3, Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Französisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Niederländisch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9
  • Anzahl Disks: 4
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 6. November 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 656 Minuten